Aquarell-Fleck
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Aquarell-Fleck
Aquarell-Fleck
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7a 18/19

aventiurehandschrift

Bei diesem sehr zeitaufwändigen Projekt im Sommer 2019 hat die Klasse 7a gruppenweise eigene ritterliche Abenteuergeschichten verfasst und anschließend eine mittelalterliche Prachthandschrift als gemeinschaftliches Klassenprojekt gestaltet. Dabei wurden alte Traditionen der Buchmalerei erforscht und mit den uns verfügbaren Werkzeugen wiederbelebt.

Schonmal von der "bewohnten Initiale" (aufwändig und groß gestalteter Anfangsbuchstabe eines Textes, der mit Tieren oder Menschen verziert ist), "Minuskeln" (ma. Schriftart) oder einem Fleuronné (blumige Ornamente am Seitenrand) gehört? Nun, diese Schriftgestaltungs- und Zierelemente findet man in modernen Buchillustration eher selten - und schon gar nicht als handschriftliches Unikat - denn das Buch als Medium erfüllt heute mehr die Funktion eines handlichen und für jedermann erwerblichen Informationsträgers. Im Mittelalter hingegen war das Buch ein äußerst seltenes Prestige-Objekt, dessen Preis mit dem eines Hauses vergleichbar war. Dass man also ein ganzes Leben verbrachte, ohne je ein Buch in der Hand gehalten - oder gar gelesen zu haben -, war keine Seltenheit, sondern die Regel. Das besserte sich erst allmählich mit der Erfindung des Buchdrucks 1440.

Übrigens: Bei uns in der Heidelberger Universitätsbibliothek wird der weltberühmte Codex Manesse verwahrt. Das Faksimile (originalgetreue Nachbildung) kann man dort jederzeit im Flur des 1. OG begutachten.

Die digitalisierte Version findet ihr hier.

Mit: Luzie Trippel